Bei degenerativen Wirbelsäulen- und Bandscheibenerkrankungen haben sich Facetten- und periradikuläre Therapie (PRT) in den letzen Jahren bewährt und einen immer höheren Stellenwert erlangt. Sie ermöglichen eine exakte Injektion der Medikamente direkt an die für den Schmerz verantwortliche Strukturen, die degenerativ veränderten Facettengelenke bzw. die von vorgefallenem Bandscheibengewebe bedrängte Nervenwurzel.
Nach Desinfektion und örtlicher Betäubung wird eine dünne Hohlnadel unter computertomographischer Sicht gezielt bis an das Facettengelenk oder den betroffenen Nerv herangeschoben. Die korrekte Lage der Nadel wird mittels einer kleinen Menge Kontrastmittel dokumentiert.
Erst danach erfolgt die Injektion einer geringen Menge eines Corticoids, ggf. in Kombination mit einem lokal wirkenden Betäubungsmittel. Durch diese Behandlung kann in den meisten Fällen eine deutliche und lang anhaltende Schmerzlinderung erreicht werden, jedoch kann wie bei keiner ärztlichen Therapie ein Behandlungserfolg oder eine Risikofreiheit garantiert werden.
Der Behandlungszyklus umfaßt in der Regel 6 Behandlungen im Abstand von jeweils 2 Wochen, bei vorzeitiger dauerhafter Befundbesserung kann die Therapie jedoch jederzeit vorzeitig beendet, bei langsamer Beschwerdebesserung auch verlängert werden.
Spannungsgefühl, leichte Schmerzen und kleine Blutergüsse an der Punktionsstelle, die harmlos sind und keiner Behandlung bedürfen.
Selten kann es als Folge eines geringfügigen Austrittes von Nervenwasser an der Punktionsstelle zu leichten Kopfschmerzen, gelegentlich auch Schwindel kommen. Diese Symptome gehen innerhalb von 1 - 2 Tagen spontan zurück und sind völlig harmlos. Selten kann es zu überempfindlichkeitsreaktionen auf das örtliche Betäubungs- oder das Kontrastmittel kommen, welche sich z. B. als Brechreiz, Juckreiz oder Hautausschlag äußern.
Selten kann es im Anschluß an die Behandlung über 1 bis maximal 3 Tage zu leichten Kopfschmerzen und geringgradigen Schwindelerscheinungen infolge eines geringfügigen Liquorverlustes an der Punktionsstelle kommen. Diese Beschwerden bilden sich ohne Behandlung kurzfristig zurück und sind ungefährlich.
Extrem selten sind schwere allergische Reaktionen auf das Kontrast- oder örtliche Betäubungsmittel im Bereich von Schleimhäuten, Herz, Kreislauf, Darm, Nieren, z. B. Schleimhautschwellungen im Kehlkopf, Asthmaanfälle, Kreislaufkollaps oder Schock, die u. U. eine stationäre Behandlung erfordern.
Wir sind auch auf diese Zwischenfälle vorbereitet und können im Akutfall sofort eingreifen.
Extrem selten kann es auch zu Blutungen oder Infektionen trotz sorgfältiger Desinfektion kommen.
Im Anschluß an die Untersuchung bitten wir Sie, noch eine Stunde in der Praxis zur überwachung zu verweilen. Sofern im Anschluß noch Beschwerden neu auftreten sollten, bitten wir Sie um sofortige Information. Bitte lassen Sie sich möglichst abholen und fahren nicht selbst mit dem Kfz.
Zuhause legen Sie sich bitte am Behandlungstag hin und vermeiden körperliche Anstrengungen. Sofern im Anschluß noch Beschwerden neu auftreten sollten, bitten wir Sie um sofortige Information.
1. Leiden Sie unter einer der folgenden Erkrankungen:
2. Leiden Sie unter Allergien gegen Jod, Röntgenkonstrastmittel, Lokalanästhetika.
3. Nehmen Sie regelmäßig Medikamente, insbesondere blutverdünnende Medikamente wie Marcumar oder Aspirin ein?
Wenn ja, bitte Beipackzettel mitbringen.
4. Bei Frauen im gebärfähigen Alter: Könnten Sie schwanger sein?