Röntgenuntersuchung des Magens (Doppelkontrast)

Die Untersuchung dient zum Nachweis tumoröser oder entzündlicher Erkrankungen des Magens und des oberen Dünndarmes (Duodenum). Sie ist mit einer nicht unerheblichen Strahlenbelastung verbunden. Als Alternative steht die von Fachärzten für innere Medizin durchgeführte Magenspiegelung (Gastroduodenoskopie) zur Verfügung, bei der ein dünner Schlauch bis in den Dünndarm vorgeschoben werden kann. Diese Methode bietet eine höhere diagnostische Sicherheit, da der gesamte Magen und obere Dünndarm direkt mit dem Auge inspiziert werden kann und eine Abklärung auffälliger Befunde durch sofortige Probeentnahme und feingewebliche Untersuchung möglich ist. Wir führen daher die Röntgenuntersuchung des Magens nur bei besonderer Indikation auf ausdrücklichen Wunsch von überweisendem Arzt und Patienten durch.

Untersuchungsablauf

Die Untersuchung erfordert einen absolut leeren Magen (nüchtern, keine Getränke, keine Zigarette). Die Untersuchung beginnt mit der Injektion eines speziellen Medikamentes in eine Armvene, um die Magenmuskulatur zu entspannen. Dann müssen Sie ein Brausepulver schlucken, wodurch der Magen aufgebläht wird. Anschließend erhalten Sie einen zähflüssigen Kontrastbrei. Unter Durchleuchtung wird beobachtet, wie das Kontrastmittel über die Speiseröhre bis in den Magen gelangt. Anschließend werden Durchleuchtungseinheit und Patient in Horizontalstellung gebracht. Damit alle Teile der Magenwand gut mit dem Kontrastmittel beschlagen werden, müssen Sie sich mehrfach um die eigene Achse drehen. Dabei werden die erforderlichen Bilder aufgenommen.

Vor Durchführung der Behandlung bitten wir um Beantwortung folgender Fragen:

1. Leiden Sie unter einer der folgenden Erkrankungen:

  • grüner Star (Glaukom)
  • erhöhte Blutungsneigung
  • Zuckerkrankheit (Diabetes)
  • Infektionskrankheiten (Heptatitis etc.)
  • Herzerkrankung

2. Leiden Sie unter Allergien gegen Jod, Röntgenkonstrastmittel, Lokalanästhetika.

3. Nehmen Sie regelmäßig Medikamente, insbesondere blutverdünnende Medikamente wie Marcumar oder Aspirin ein?
Wenn ja, bitte Beipackzettel mitbringen.

4. Bei Frauen im gebärfähigen Alter: Könnten Sie schwanger sein?